Why is there rapeseed oil in your oat milk?

Warum ist Rapsöl in deinem Haferdrink?

Von David Žalec Veröffentlicht am 29.04.2026

Warum ist Rapsöl in meinem Haferdrink?

Du hast den Haferdrink gekauft, weil er simpel klang. Hafer. Wasser. Vielleicht eine Prise Salz.

Dann hast du den Karton umgedreht. Rapsöl war die dritte Zutat.

Mit dieser Frage bist du nicht allein. Such mal nach „Haferdrink Rapsöl" und du findest Tausende Leute, die genau das tun, was du gerade getan hast. Sie lesen das Etikett. Sie sind verwirrt.

Hier die ehrliche Antwort. Rapsöl steckt aus einem funktionalen Grund im Haferdrink. Nicht aus einem ernährungsphysiologischen. Die Lebensmittelwissenschaft ist eindeutig. Die Gesundheitsdebatte ist komplizierter, als das Internet vermuten lässt. Und ja, es gibt Haferdrinks ohne Rapsöl.

Das Wichtigste auf einen Blick

- Rapsöl wird Haferdrinks zugesetzt, um Textur und Mundgefühl zu verbessern und das Aufschäumen im Kaffee zu ermöglichen.

- Die meisten gängigen Karton-Haferdrinks enthalten 1,5 bis 4 Prozent Rapsöl. Es ist selten der Bösewicht, den Saatöl-Influencer beschwören, aber auch nicht der Grund, warum du Haferdrink gekauft hast.

- Haferdrinks „ohne Öl" existieren. Sie nutzen andere Methoden, um Cremigkeit zu erzeugen. Die enzymatische Verarbeitung ist die wichtigste davon.

- Wenn du Hafer und Wasser willst, lies die Zutatenliste. Alles über Hafer, Wasser, Salz und eventuell ein Enzym hinaus ist eine Rezepturentscheidung, keine Notwendigkeit.

- OATENTIK ist ein Pulver aus Bio-Hafer und einem natürlichen Enzym. Keine Öle. Keine Verdickungsmittel. Kein Zuckerzusatz.

Warum Marken Rapsöl in Haferdrinks geben

Haferdrink ist von Natur aus nicht cremig. Mix Hafer und Wasser selbst und du bekommst etwas Dünnes, Körniges, leicht Schleimiges. Nicht angenehm.

Marken müssen drei Probleme lösen, bevor sie Haferdrink im Karton verkaufen können:

  1. Mundgefühl. Reine Haferflüssigkeit fühlt sich wässrig auf der Zunge an. Verbraucher erwarten von Pflanzendrinks ein milchähnliches Gefühl. Fett erzeugt dieses Gefühl.
  2. Kaffee-Performance. Reine Haferflüssigkeit flockt im heißen Espresso aus. Die Proteine gerinnen. Der Drink sieht kaputt aus.
  3. Schaum. Baristas wollen Mikroschaum. Haferflüssigkeit allein erzeugt keinen stabilen Schaum.

Rapsöl löst alle drei Probleme. Es legt sich auf die Zunge, stabilisiert die Proteine bei Hitze und gibt der Dampfdüse etwas, womit sie arbeiten kann.

Deshalb enthält fast jeder „Barista"-Haferdrink Rapsöl. Oatly Barista Edition listet Rapsöl als Zutat auf der Verpackung. Die Barista-Variante von Alpro nutzt Sonnenblumenöl für denselben Zweck.

Ein aufmerksamer Etiketten-Leser hat es so formuliert:

„Hab die Zutaten gecheckt und da ist Sonnenblumenöl, Gellan und ein Haufen Zeug, das ich nicht aussprechen kann. Ich bin auf Haferdrink umgestiegen, um gesünder zu leben, nicht um verarbeitetes Zeug zu trinken."

Diese Diskrepanz zwischen Erwartung und Etikett ist der ganze Grund, warum dieser Artikel existiert.

Was Rapsöl auf lebensmittelwissenschaftlicher Ebene wirklich macht

Rapsöl ist der europäische Name für Canola-Öl. Beide sind funktional identisch. Es wird aus den Samen der Rapspflanze gepresst, raffiniert und vielen verarbeiteten Lebensmitteln zugesetzt.

Im Haferdrink macht es konkret drei Dinge:

Es emulgiert den Drink. Ohne Fett verteilen sich Proteine und Stärke in der Haferflüssigkeit ungleichmäßig. Öl bindet sich durch Emulgierung mit Wasser und schafft eine einheitliche Textur. Es puffert Hitze ab. Wenn Espresso auf kalte Flüssigkeit trifft, denaturieren die Proteine und klumpen. Fett verlangsamt diese Reaktion. Der Drink bleibt glatt. Es bildet Schaumstruktur. Dampf zieht Fettkügelchen zu einem stabilen Netz auseinander. Der Mikroschaum auf einem Flat White ist größtenteils Luft, die von Fett zusammengehalten wird.

Diese Funktionen sind nicht exklusiv für Rapsöl. Sonnenblumenöl, Kokosöl und sogar Olivenöl funktionieren. Rapsöl dominiert, weil es billig, geschmacksneutral und in Europa hergestellt ist.

Es ist ein Rezeptur-Werkzeug. Keine Zutat, die zum Nutzen des Trinkenden existiert.

Die ehrliche Gesundheitsdebatte rund um Rapsöl

Hier wird die Diskussion laut. Zwei Lager streiten sich.

Lager eins sagt: Saatöle sind entzündungsfördernd, oxidiert und industriell verarbeitet. Sie verweisen auf Omega-6-Verhältnisse, Hexan-Extraktion und Hochtemperatur-Raffination.

"Bei der Herstellung von Raps- bzw. Canolaöl entstehen hohe Reibung und Hitze, und viele dieser instabilen Omega-3-Fettsäuren sind bereits im Öl oxidiert, bevor sie überhaupt im Drink landen." — Dr. Shireen Kassam, Hämatologin und Gründerin von Plant Based Health Online

"Die große Theorie hinter Saatölen lautet: Sie sind reich an Omega-6, im Verhältnis zu Omega-3 unausgewogen und verursachen Entzündungen. Die Art, wie sie produziert und angebaut werden, ist problematisch. Meist sind es gentechnisch veränderte Pflanzen wie Raps. Sie werden mit vielen Chemikalien besprüht. Diese Chemikalien landen im Öl. Sie werden industriell hergestellt, wobei sie oxidieren, mit Hexan werden bestimmte Verbindungen entfernt, sie werden desodoriert, gebleicht und oxidieren dann leicht. Würde ich also ein industrielles Lebensmittel essen wollen? Wahrscheinlich nicht." — Dr. Mark Hyman, Arzt, Autor und Vertreter der Funktionellen Medizin

Lager zwei sagt: Die klinischen Studiendaten zu Raps- bzw. Canolaöl fallen überwiegend positiv aus. Eine Metaanalyse aus 2020 zu kontrollierten klinischen Studien untersuchte Canolaöl und kardiovaskuläre Risikofaktoren und fand messbare Verbesserungen der Blutfettwerte im Vergleich zu anderen Fetten.
METAANALYSE
📊 Was sagt die Forschung?
Die Wirkung von Canolaöl auf kardiovaskuläre Risikofaktoren: Eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse mit Dosis-Wirkungs-Analyse kontrollierter klinischer Studien.
Quelle: Amiri M, Raeisi-Dehkordi H, Sarrafzadegan N, Nutrition, metabolism, and cardiovascular diseases : NMCD, 2020
Auf PubMed ansehen →
Diese Forschung bezieht sich auf die Zutat allgemein, nicht auf ein bestimmtes Produkt.

Eine systematische Übersichtsarbeit und Netzwerk-Metaanalyse aus 2018, die verschiedene Öle und feste Fette verglich, kam zu ähnlichen Schlüssen bezüglich der Wirkung auf die Blutfette.

SYSTEMATISCHE ÜBERSICHTSARBEIT
📊 Was sagt die Forschung?
Wirkung von Ölen und festen Fetten auf die Blutfette: eine systematische Übersichtsarbeit und Netzwerk-Metaanalyse.
Quelle: Schwingshackl L, Bogensberger B, Benčič A, Journal of lipid research, 2018
Auf PubMed ansehen →
Diese Forschung bezieht sich auf die Zutat allgemein, nicht auf ein bestimmtes Produkt.

Eine Übersichtsarbeit aus 2021 zu Lebensmitteln und LDL-Cholesterin fasste die Evidenz aus zahlreichen randomisierten Studien zusammen. Das Gesamtbild der Literatur fällt für Raps- und andere Pflanzenöle deutlich günstiger aus, als das Wellness-Internet vermuten lässt.

METAANALYSE
📊 Was sagt die Forschung?
Die Wirkung von Lebensmitteln auf den LDL-Cholesterinspiegel: Eine systematische Übersichtsarbeit der gesammelten Evidenz aus systematischen Reviews und Metaanalysen randomisierter kontrollierter Studien.
Quelle: Schoeneck M, Iggman D, Nutrition, metabolism, and cardiovascular diseases : NMCD, 2021
Auf PubMed ansehen →
Diese Forschung bezieht sich auf die Zutat allgemein, nicht auf ein bestimmtes Produkt.

Eine nüchternere Einschätzung aus Stanford:

"Eines der schwierigsten Dinge ist, inmitten der überwiegend positiven Studienergebnisse zu Canolaöl etwas Negatives zu finden. Es gibt sogar eine Metaanalyse, die direkt die Wirkung von Canolaöl mit Olivenöl auf das Blutfettprofil vergleicht. Und für manche überraschend, für die meisten aber unerwartet: Canolaöl schneidet beim Senken des LDL-Cholesterins besser ab als Olivenöl." — Andrew Huberman, Professor für Neurobiologie, Ophthalmologie und Psychiatrie an der Stanford School of Medicine

Und zum Kontext:

"Negative Effekte von Saatölen entstehen vor allem durch das, womit sie konsumiert werden. Menschen, die viele Saatöle zu sich nehmen, kombinieren sie meist mit vielen Stärken und oft auch mit zugesetztem Zucker. Und wenn man das alles zusammenwirft, landet man bei einem entzündungsfördernden, oft hyperkalorischen Konsumprofil." — Andrew Huberman, Professor für Neurobiologie, Ophthalmologie und Psychiatrie an der Stanford School of Medicine

Ist Rapsöl also schlecht für dich? Die klinische Evidenz stützt das nicht. Ist es das einfachste, natürlichste, was du in deinen Morgenkaffee geben kannst? Auch nicht.

Aber darum geht es eigentlich nicht. Du hast Haferdrink gekauft, weil du Hafer wolltest. Ob Rapsöl neutral, leicht förderlich oder leicht schädlich ist, ist nicht die eigentliche Frage. Die Frage lautet: Warum steckt es überhaupt drin, wenn auf der Packung "Haferdrink" steht?

So liest du das Etikett eines Haferdrinks

Die meisten Karton-Haferdrinks listen ihre Zutaten in einer ähnlichen Reihenfolge. Wenn du das Muster einmal kennst, scannst du jedes Etikett in drei Sekunden.

Achte auf Folgendes:

Zutat Funktion Wirklich nötig?
Wasser Basis Ja
Hafer (meist 9 bis 12 Prozent) Der eigentliche Haferanteil Ja
Rapsöl / Sonnenblumenöl Mundgefühl, Hitzestabilität, Schaum Nein, wenn die Verarbeitung sauber ist
Dikaliumphosphat Säureregulator, verhindert Ausflocken Nein, es gibt Alternativen
Gellan / Johannisbrotkernmehl Stabilisator, verhindert Trennung Nein, es gibt Alternativen
Calciumcarbonat, Vitamine Anreicherung Optional
Salz Geschmack Optional
Wenn du neben Hafer, Wasser und Salz vier oder mehr weitere Zutaten siehst, hast du ein formuliertes Produkt vor dir. Das ist nicht automatisch schlecht. Es ist nur nicht das, was die meisten Leute sich unter „Haferdrink" vorstellen.

Eine enttäuschte Konsumentin beschrieb ihre Erfahrung so:

„Echt enttäuschend. Schmeckt seltsam süß, fast chemisch. Auf dem Etikett steht kein Zucker, aber irgendwas stimmt nicht. Schmeckt überhaupt nicht nach Hafer."

Diese Süße, die sie wahrgenommen hat, ist real. Sie kommt meist aus der enzymatischen Verarbeitung, bei der Amylase-Enzyme die Haferstärke in natürlichen Zucker umwandeln. Das Verfahren selbst ist nicht das Problem. Das Problem ist die Lücke zwischen dem, was die Vorderseite des Kartons verspricht, und dem, was die Zutatenliste tatsächlich zeigt.

Wie manche Haferdrinks ohne Öl auskommen

Öl ist eine Abkürzung. Es gibt andere Wege zur Cremigkeit.

Die wichtigste Alternative ist die enzymatische Hydrolyse. Sie war 1994 die ursprüngliche Methode.

„1994 entwickelte der schwedische Lebensmittelwissenschaftler Ricard O Haferdrink mit einer bahnbrechenden Methode. Statt Hafer und Wasser einfach zu mixen, was ein griffiges Getränk ergeben hätte, nutzte er Enzyme, um die Stärke im Hafer aufzuspalten. Dabei werden natürliche Zucker freigesetzt und es entsteht eine glatte, cremige Flüssigkeit." — Ricard O, schwedischer Lebensmittelwissenschaftler

Der technische Prozess:

„Die Kerntechnologie besteht darin, einen bestimmten Cocktail aus Enzymen, vor allem Amylase, in einen Brei aus Hafer und Wasser zu geben. Der Vorgang, bekannt als enzymatische Verflüssigung, funktioniert so: Die langen, komplexen Kohlenhydratketten der Haferstärke sind das, was die Mischung dick und schleimig macht. Amylase-Enzyme wirken wie mikroskopische Scheren und schneiden diese langen Ketten in kleinere, einfachere Zucker, hauptsächlich das Disaccharid Maltose." — HOW?!, YouTube-Kanalsprecher (spezialisiert auf „Wie wird's gemacht"-Inhalte)

Wenn du Stärke richtig aufspaltest, bekommt die Haferflüssigkeit von selbst Körper. Die Maltose, die durch das Enzym entsteht, sorgt für eine sanfte Süße ohne Zuckerzusatz. Die Textur wird glatt, ganz ohne Öl.

Im Maßstab von Supermarktkartons ist das schwerer umzusetzen. Es verlangt mehr Prozesskontrolle. Genau deshalb können kleinere oder spezialisierte Marken eine saubere Zutatenliste anbieten, während viele Massenmarken das nicht schaffen.

Worauf du bei einem Haferdrink ohne Rapsöl achten solltest

Eine kurze Checkliste:

  1. Lies die Zutaten der Reihe nach. Steht Öl unter den ersten fünf Zutaten, ist es aus einem Grund drin und in relevanter Menge.
  2. Achte auf den Begriff „Haferbasis". Manche Marken schreiben „Haferbasis (Wasser, Hafer)", damit der Anfang der Liste sauberer wirkt. Das Öl folgt trotzdem.
  3. Schau nach Hinweisen auf Enzyme. Marken, die enzymatisch arbeiten, sagen das oft auch. Manche führen „Amylase" als Verarbeitungshilfsstoff auf.
  4. Sei vorsichtig beim Wort „Barista". Barista-Versionen enthalten fast immer mehr Öl als die Standardvariante. Genau das Öl macht sie schäumbar.
  5. Pulverformate kommen oft ganz ohne Öl aus. Ohne Kühlkette und ohne die Stabilitätsprobleme flüssiger Kartons reicht beim Haferdrink-Pulver Hafer plus ein Enzym.

Wo OATENTIK ins Bild passt

OATENTIK ist Haferdrink-Pulver. Die Zutatenliste ist kurz:

  • Bio-Hafer, glutenfrei (in der EU angebaut, bio-zertifiziert)
  • Amylase (ein natürliches Enzym, das die Haferstärke während der Verarbeitung in natürlichen Zucker umwandelt)

Das ist die komplette Liste. Kein Rapsöl. Kein Sonnenblumenöl. Kein Kokosöl. Kein Gellan. Kein Johannisbrotkernmehl. Kein Dikaliumphosphat. Kein Zuckerzusatz.

Die Cremigkeit entsteht durch die Verarbeitung des Hafers, nicht durch zugesetztes Fett. Die natürliche Süße kommt daher, dass das Enzym Stärke in Maltose aufspaltet. Das ist dasselbe lebensmitteltechnische Prinzip, mit dem 1994 die ganze Haferdrink-Kategorie begann. Wir haben die Zutatenliste nur auf das reduziert, was tatsächlich gebraucht wird.

Ein Beutel OATENTIK-Pulver ergibt mit Wasser angerührt 8 Liter Haferdrink. Er wiegt 17 Gramm und ersetzt damit rund 240 Gramm Kartonverpackung für dieselbe Menge. Das ist ein Nebeneffekt, nicht der Hauptgrund zum Kaufen. Der Hauptgrund ist der Inhalt des Beutels: Hafer und ein Enzym.

Wenn du Schaum für deinen Kaffee willst, erledigt das ein Handmilchaufschäumer. Bei höheren Mischverhältnissen lässt sich der Drink gut aufschäumen und dämpfen.

FAQ

Warum ist Rapsöl in Haferdrinks?

Marken setzen Rapsöl aus drei Gründen ein: Es verbessert das Mundgefühl, verhindert das Aufspalten in heißem Kaffee und sorgt beim Aufschäumen für stabilen Schaum. Eine Frage der Rezeptur, nicht der Ernährung.

Ist Rapsöl im Haferdrink schädlich?

Die klinische Datenlage zu Rapsöl (Canola) ist bei Herz-Kreislauf-Markern wie LDL-Cholesterin überwiegend günstig, gestützt durch mehrere Meta-Analysen kontrollierter Studien. Das größere Problem für viele ist nicht die Sicherheit, sondern die Erwartung: Du kaufst einen Haferdrink in der Annahme, er bestehe aus Hafer und Wasser – und er enthält zugesetztes Öl.

Welcher Haferdrink kommt ohne Rapsöl aus?

Einige kleinere Marken bieten Haferdrinks ohne zugesetzte Öle an. Pulverformate wie OATENTIK verzichten komplett auf Öl, weil sie das Stabilitätsproblem flüssiger Kartons gar nicht lösen müssen. Schau immer auf die Zutatenliste. Selbst innerhalb einer Marke unterscheiden sich Standard- und Barista-Version oft deutlich.

Was ist der Unterschied zwischen Rapsöl und Canolaöl?

Im Grunde dasselbe Öl. Rapsöl ist die europäische Bezeichnung. Canola ist der nordamerikanische Name, ursprünglich ein Markenbegriff für eine erucasäurearme Rapssorte. Das Öl in deinem Haferdrink und das Canolaöl im US-Supermarkt stammen aus derselben Pflanzenfamilie.

Braucht ein Haferdrink Öl, um cremig zu sein?

Nein. Cremigkeit entsteht durch richtig aufgeschlossene Haferstärke. Wenn Amylase-Enzyme die langen Stärkeketten spalten, bekommt die Flüssigkeit von Natur aus Körper und eine milde Süße. Öl ist eine Abkürzung, keine Notwendigkeit.

Warum hat Barista-Haferdrink immer mehr Öl?

Schaum braucht Fett, damit die Struktur hält, wenn Dampf die Luftblasen zu Mikroschaum dehnt. Barista-Versionen enthalten mehr Raps- oder Sonnenblumenöl, damit der Drink unter der Dampflanze zuverlässig funktioniert. Deshalb hat die Barista-Variante einer Marke meist einen höheren Fettgehalt als die Standardvariante.


OATENTIK enthält nur Bio-Hafer und ein natürliches Enzym. Keine Öle. Keine Verdickungsmittel. Kein Zuckerzusatz. Probier das Haferdrink-Pulver →

Quellen & Methodik

Alle Daten zu Konkurrenzprodukten stammen von offiziellen Produktverpackungen und Markenwebsites, Stand April 2026. Wir aktualisieren diesen Artikel, sobald sich Rezepturen ändern. Wenn dir eine Ungenauigkeit auffällt, melde dich bei uns unter info@oatentik.com.

Offenlegung: OATENTIK ist unser Produkt. Wir haben es in diesen Artikel aufgenommen, weil es genau die Frage beantwortet (ein Haferdrink ohne Rapsöl). Wir haben uns bemüht, die Studienlage fair darzustellen — auch Belege, die das verbreitete Bild „Saatöle sind giftig" nicht stützen.

Verwendete Quellen:

  • Oatly Barista Edition Produktverpackung, abgerufen im April 2026
  • Alpro Oat Barista Produktverpackung, abgerufen im April 2026
  • Schoeneck & Iggman, Nutrition, Metabolism, and Cardiovascular Diseases (2021), PMID 33762150
  • Amiri, Raeisi-Dehkordi, Sarrafzadegan, Nutrition, Metabolism, and Cardiovascular Diseases (2020), PMID 33127255
  • Schwingshackl, Bogensberger, Benčič, Journal of Lipid Research (2018), PMID 30006369
  • Experten-Kommentar: Dr. Mark Hyman YouTube-Interview (Timestamp 0:58)
  • Experten-Kommentar: Andrew Huberman, Huberman Lab YouTube-Clips (Timestamps 2:34 und 4:14)
  • Experten-Kommentar: Dr. Shireen Kassam YouTube-Interview (Timestamp 0:59)
  • Experten-Kommentar: HOW?! YouTube-Kanal (Timestamp 5:59)
  • Experten-Kommentar: Ricard Öste YouTube-Referenz (Timestamp 5:04)
Dr. Mark Hyman

„Die zentrale These zu Saatölen lautet: Sie sind reich an Omega-6, im Verhältnis zu Omega-3 unausgewogen und fördern Entzündungen. Auch die Art, wie sie produziert und angebaut werden, ist problematisch. Meist handelt es sich um GVO-Pflanzen wie Rapsöl. Es werden viele Chemikalien gespritzt. Diese Chemikalien landen im Öl. Sie werden industriell hergestellt, dabei oxidiert, mit Hexan behandelt, um bestimmte Bestandteile zu entfernen, desodoriert, gebleicht — und sind dann leicht oxidierbar. Würde ich also ein industrielles Lebensmittel essen wollen? Wahrscheinlich nicht."

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Andrew Huberman

„Negative Effekte von Saatölen entstehen durch das, womit sie kombiniert werden. Menschen, die viele Saatöle konsumieren, kombinieren sie meist mit vielen Stärken und oft auch mit zugesetztem Zucker. Wenn man das alles zusammenwirft, ergibt sich ein entzündungsförderndes und häufig hyperkalorisches Muster."

Andrew Huberman Professor für Neurobiologie, Augenheilkunde und Psychiatrie an der Stanford School of Medicine Auf YouTube ansehen →
Andrew Huberman

„Es ist erstaunlich schwer, etwas Negatives über Rapsöl zu finden — bei nahezu jeder Studie zeigen sich positive Effekte. Es gibt sogar eine Meta-Analyse, die Rapsöl direkt mit Olivenöl im Hinblick auf das Blutfettprofil vergleicht. Und vielleicht überraschend für die meisten: Rapsöl schneidet besser ab als Olivenöl, wenn es darum geht, das LDL-Cholesterin zu senken."

Andrew Huberman Professor für Neurobiologie, Augenheilkunde und Psychiatrie an der Stanford School of Medicine Auf YouTube ansehen →
Dr. Mark Hyman

„Die zentrale These zu Saatölen lautet: Sie sind reich an Omega-6, im Verhältnis zu Omega-3 unausgewogen und fördern Entzündungen. Auch die Art, wie sie produziert und angebaut werden, ist problematisch. Meist handelt es sich um GVO-Pflanzen wie Rapsöl. Es werden viele Chemikalien gespritzt. Diese Chemikalien landen im Öl. Sie werden industriell hergestellt, dabei oxidiert, mit Hexan behandelt, um bestimmte Bestandteile zu entfernen, desodoriert, gebleicht — und sind dann leicht oxidierbar. Würde ich also ein industrielles Lebensmittel essen wollen? Wahrscheinlich nicht."

Dr. Mark Hyman Arzt, Autor und Verfechter der Funktionellen Medizin Auf YouTube ansehen →
Andrew Huberman

„Saatöle werden überdämonisiert. Die eine Seite verteufelt Saatöle, die andere Seite verteufelt klassische tierische Fette wie Rindertalg, Butter und Schmalz. Aber wenn man die beiden direkt vergleicht — Saatöle versus Butter, Rindertalg, Schmalz — findet man bei den tierischen Fetten mehr negative Gesundheitsfolgen als bei den Saatölen. So sieht die Faktenlage aus."

Andrew Huberman Professor für Neurobiologie und Augenheilkunde an der Stanford School of Medicine Auf YouTube ansehen →
Natural Nan

„Die Herstellung von Haferdrink beginnt mit der Auswahl der besten Hafersorten. Üblicherweise wird ganzer Hafer verwendet, da er das vollständige Nährstoffprofil des Korns bewahrt."

Natural Nan YouTube-Kanal-Sprecher (Lebensmittelwissenschaft & Produktion) Auf YouTube ansehen →
HOW?!

„Im Kern wird ein bestimmter Enzym-Cocktail eingesetzt, vor allem Amylase, der einer Aufschlämmung aus Hafer und Wasser zugesetzt wird. Der Prozess heißt enzymatische Verflüssigung und funktioniert so: Die langen, komplexen Kohlenhydratketten der Haferstärke machen die Mischung dick und schleimig. Amylase-Enzyme wirken wie mikroskopische Scheren und zerschneiden diese langen Ketten in kleinere, einfachere Zucker — vor allem das Disaccharid Maltose."

HOW?! YouTube-Kanal-Sprecher (spezialisiert auf „How it's made"-Inhalte) Auf YouTube ansehen →
Ricard O

„1994 entwickelte der schwedische Lebensmittelwissenschaftler Ricard O Haferdrink mit einer bahnbrechenden Methode. Statt einfach nur Hafer und Wasser zu mixen — was ein griesiges Getränk ergeben hätte — setzte er Enzyme ein, um die Stärke im Hafer aufzuspalten. So wurden natürliche Zucker freigesetzt und eine glatte, cremige Flüssigkeit entstand."

Ricard O Schwedischer Lebensmittelwissenschaftler Auf YouTube ansehen →
Dr. Shireen Kassam

„Die Produktion von Raps- bzw. Canolaöl erfordert hohe Reibung und hohe Hitze. Viele dieser instabilen Omega-3-Fettsäuren sind im Öl bereits oxidiert, bevor es überhaupt in den Drink gelangt."

Dr. Shireen Kassam Fachärztin für Hämatologie und Gründerin von Plant Based Health Online Auf YouTube ansehen →

Über David Žalec

David Žalec hat ein Jahrzehnt im DTC-Bereich verbracht — vom Obstlieferanten für slowenische Büros mit 18, über Meta- und Google-Ads für Kunden, bis hin zum Launch von OATENTIK in 12 EU-Märkten. Außerdem ist er seit 12 Jahren Wettkampf-Powerlifter, was die Obsession mit Nährwerttabellen erklärt. Jeden Artikel untermauert er mit PubMed-Quellen und EU-EFSA-Standards.

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